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Gehört zu Modul:

- EKAS

Risiko

Risiken strukturiert bewerten – nachvollziehbar, einheitlich und SUVA-konform.

Die Risikomatrix nach SUVA ermöglicht eine systematische Bewertung von Gefährdungen anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmass. Sie schafft Transparenz, Prioritäten und eine einheitliche Grundlage für wirksame Massnahmen – von Prozessen über Standorte bis hin zu Tätigkeiten.



Ziel der Risikomatrix

Die Risikomatrix nach SUVA dient dazu, Gefährdungen systematisch zu beurteilen und Risiken vergleichbar zu machen. Grundlage ist die Bewertung anhand von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenausmass. Daraus entsteht ein nachvollziehbarer Risikowert, der als Entscheidungsgrundlage für Prioritäten und Massnahmen dient.

Aufbau der Risikomatrix

Die Risikomatrix besteht aus 5 × 5 Feldern. Die vertikale Achse beschreibt die Eintrittswahrscheinlichkeit, die horizontale Achse das Schadenausmass.

Eintrittswahrscheinlichkeit

Bewertung der Häufigkeit oder Wahrscheinlichkeit des Eintretens. Die Schweregrade können betrieblich definiert werden; in diesem Beispiel werden Werte von 1 bis 5 verwendet.

Stufe

Bezeichnung

Schweregrad

A

häufig

5

B

gelegentlich

4

C

selten

3

D

unwahrscheinlich

2

E

unmöglich

1

Schadenausmass

Bewertung der möglichen Folgen für Personen. Auch hier können die Schweregrade betrieblich festgelegt werden; im Beispiel wird eine Skala von 1 bis 5 verwendet.

Stufe

Bezeichnung

Schweregrad

1

Tod

5

2

Invalide

4

3

heilbare Verletzungen

3

4

mit Arbeitsausfall

2

5

ohne Arbeitsausfall

1

Berechnung des Risikowerts

Der Risikowert ergibt sich aus der Multiplikation der Schweregrade:

Risikowert = Eintrittswahrscheinlichkeit × Schadenausmass

Beispiel: Eintrittswahrscheinlichkeit B gelegentlich (4) und Schadenausmass 2 Invalide (4): 4 × 4 = 16.

Massnahmen und Restrisiko

Zu jeder Gefährdung werden Massnahmen definiert. Jede Massnahme beschreibt ein Restrisiko, das nach erfolgreicher Umsetzung dieser Massnahme erreicht wird.

Wichtiges Prinzip: Eine Neubewertung des Risikos erfolgt erst dann, wenn alle definierten Massnahmen umgesetzt sind. Dadurch wird verhindert, dass Risiken verfrüht oder fahrlässig herabgestuft werden.

Regel zur Neubewertung

  • Solange mindestens eine Massnahme offen ist: Das Risiko bleibt unverändert.

  • Erst wenn alle Massnahmen erledigt sind: Das Risiko wird neu gesetzt.

  • Neuer Wert: Das tiefste erreichbare Restrisiko aus allen Massnahmen wird übernommen.

Nutzen in der Praxis

Die Risikomatrix nach SUVA schafft eine einheitliche Bewertungsgrundlage, unterstützt die Priorisierung von Massnahmen und erhöht die Nachvollziehbarkeit gegenüber Mitarbeitenden, Führungskräften und Auditoren. Sie eignet sich für Prozesse, Standorte, Tätigkeiten und Anlagen.

In SIWAKO wird diese Methodik genutzt, um Risiken transparent zu steuern, Massnahmen zu dokumentieren und Verbesserungen langfristig nachzuverfolgen.

Felder und Definitionen

Das ist die Liste der vorhanden Felder und deren Bedeutung. Die Referenz auf den Programmcode wird für Workflows und das Erstellen von Berichten verwendet.

Feldname Typ Info Programmcode
ID Ganzzahl Risiko_ID
Schadenausmass Tabellenverweis Schadenausmass_FK
Wahrscheinlichkeit Tabellenverweis Wahrscheinlichkeit_FK
Zustand Tabellenverweis Zustand_FK

Bilder

Bild# 36

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Erstellt am: 30.01.2026 | Bearbeitet am: 30.01.2026